Verein Licht- Luft Kaiserslautern e.V.
Verein Licht- Luft Kaiserslautern e.V.

Ältere Beiträge unserer Fachberater

 

Wann sind meine Melonen reif??

 

Zuckermelonen

 

Schöne Sommertemperaturen, ein lockerer Boden und ausreichend Wasser, das sind die besten Voraussetzungen für üppiges Blattwachstum bei Zucker- und Wassermelonen im Garten.

Wassermelone Sie braucht noch eine ganze Weile, das Blättchen am Stielgrund ist noch deutlich grün.deutlich gestreift. Erst wenn er vollständig Gelb ist, wird geern


 

Viel Blattmasse sammelt reichlich Sonnenenergie, und nur so können sich dann große Früchte entwickeln. Stattliche Früchte machen Appetit, und am liebsten würde man sie dann schnell abschneiden. Doch unreife Melonen schmecken fad, manchmal fast nach schlechter Medizin – schade um die viele Vorarbeit. Geduld zahlt sich umso besser aus.

Wassermelone


 

Wassermelone Sie ist noch unreif, der Bodenfleck ist noch deutlich gestreift. Erst wenn er vollständig Gelb ist, wird geerntet.


 


 

Zuckermelonen sind erst dann reif, wenn sie am Stielansatz einen leicht verbräunten, korkfarbigen kleinen Einriss-Ring zeigen. Das Blütenende an der anderen Seite der Frucht weitet sich ringartig etwas aus. Die Grundfarbe der zumeist angebauten Cantaloupe-Zuckermelonen soll sich von grünlich auf einen deutlichen Gelbton umgefärbt haben.

Das Blütenende ist bei vollreifen Wassermelonen aufgeweitet.

Wassermelonen haben am Stielgrund jeder Frucht direkt im Blattknoten ein kleines, öhrchenförmiges, gut zwei Zentimeter langes, schmales Blättchen. An reifen Früchten verliert es sein Grün vollständig, es erscheint gelblich. Zudem muss der sogenannte „Bodenfleck“ sattgelb ausgefärbt sein. Das hell-/dunkelgrüne Streifenmuster soll an dieser Auflagefläche nicht mehr unterscheidbar sein.


 

Zuckermelone noch unreif mit Blüten

Wenn es so weit ist, schneidet man dann Stiel mit einer Gartenschere durch. Ein nachreifen bzw. ein Nachsüßen findet nicht statt. Wassermelonen halten etwa eine Woche, die Cantaloups sollten schneller verbraucht werden.


 

Reife Zuckermelone Cantaloupe-Typ mit orangefarbenem mit verkorktem Stielansatz und ins gelbliche wechselnde Grundfarbe.Fruchtfleisch


 


 


 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie

 

Sonnenschäden im Garten

 

Jungtrieb der Heidelbeere wurde durch starke Sonneneinstrahlung geschädigt.

 

Auch wenn die Sommertemperaturen in den letzten Wochen nicht allzu sommerlich waren, rufen doch immer noch aufgeregte Freizeitgärtner am Gartentelefon an. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie geben Auskunft über mögliche Sonnenschäden an Pflanzen und geben Tipps zur Vorbeugung.

Nach angenehmen Sommertemperaturen folgt nun wieder die heiße Zeit über 30 Grad Celsius. Darunter leiden nicht nur wir.


 

Sonnenbrand und Hitzeschäden


 

Die Hitze hat an manchen Kulturpflanzen zu Verbrennungen geführt. Betroffen sind beim Obst vor allem die Beeren. Aber auch im Gemüsegarten und an Zierpflanzen sind Symptome sichtbar.

Bei sehr hohen Temperaturen um 38 °C und hoher Sonneneinstrahlung stirbt das Pflanzengewebe ab. Verbrennungen zeigen sich meist als hell ockerfarbene bis braune Flecken an Blättern. Geschädigte Früchte verfärben sich ebenfalls hell und das Gewebe wird sehr weich und matschig und somit unbrauchbar. Oft folgt noch ein Befall mit Schimmelpilzen, wenn kein Eintrocknen stattfindet. Die Sonnenschäden treten vor allem auf, wenn wir vor der Hitze feuchtes Wetter hatten; wenn also nach mehreren Tagen trüben Himmels mit vielen Wolken plötzlich ein strahlend blauer Himmel mit intensiver Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen folgen.

 

 

Himbeerfrüchte werden oft durch Sonne und Hitze geschädigt. Hellverfärbte matschige Früchte sind die Folge.

Sonnenbrand und Hitzeschäden

Die Hitze hat an manchen Kulturpflanzen zu Verbrennungen geführt. Betroffen sind beim Obst vor allem die Beeren. Aber auch im Gemüsegarten und an Zierpflanzen sind Symptome sichtbar.

Bei sehr hohen Temperaturen um 38 °C und hoher Sonneneinstrahlung stirbt das Pflanzengewebe ab. Verbrennungen zeigen sich meist als hell ockerfarbene bis braune Flecken an Blättern. Geschädigte Früchte verfärben sich ebenfalls hell und das Gewebe wird sehr weich und matschig und somit unbrauchbar. Oft folgt noch ein Befall mit Schimmelpilzen, wenn kein Eintrocknen stattfindet. Die Sonnenschäden treten vor allem auf, wenn wir vor der Hitze feuchtes Wetter hatten; wenn also nach mehreren Tagen trüben Himmels mit vielen Wolken plötzlich ein strahlend blauer Himmel mit intensiver Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen folgen.

Beim Beerenobst leiden bei Hitze nicht nur die Früchte, sondern auch die Blätter.

 

 

Schäden beim Obst

Beim Beerenobst treten Hitzeschäden besonders an den Früchten von Sommer- und Herbsthimbeeren, roten und schwarzen Johannisbeeren sowie Stachelbeeren auf. Die Früchte werden oft einseitig hell und weich, sie sehen wie gekocht aus. Schließlich fallen sie ab. Geschädigte Früchte sollten Sie entfernen, da Insekten wie Fruchtfliegen angelockt werden und Schadpilze eindringen können. Nicht nur weichfleischige Früchte zeigen Befall, auch Äpfel und Zwetschgen können Symptome zeigen.

 

Sonnenbeand helle weiche Flecken auf Früchten der Stachelbeere. Später fallend die Früchte ab.

Schäden bei Zierpflanzen

Auffallend ist, dass Blüten mit dunklen Farben besonders geschädigt werden. Bei roten Rosen oder Geranien schrumpfen die Blüten regelrecht ein, färben dunkel und vertrocknen. Allgemein färbt sich geschädigtes Blatt- und Blütengewebe meist hell und vertrocknet. Sogar trockenheits- und hitzeverträgliche Schwert- und Taglilien zeigen Blattschäden. Wenn ein Rückschnitt von Hecken ansteht, sollte dies zu einer kühleren Zeit geschehen und nicht jetzt in der heißen Phase.

Selbst junge Walnussfrüchte können Sonnenbrand bekommen.

Sonnenmanagement

Empfindliche Pflanzen könnten schattiert werden. Geeignet sind spezielle Schattiergewebe, aber auch weiße Tücher. Die Materialien dürfen jedoch nicht direkt auf den Pflanzen liegen, da sich sonst die Hitze stauen würde. Ein Luftzug muss gewährleistet sein. Stellen Sie doch einen Sonnenschirm auf. Pflanzen in Gefäßen bringen Sie in den Halbschatten.

Tafeltrauben lieben die Sonne. Doch es kann auch zuviel sein

Wassermanagement

Ganz wichtig ist das Gießen am frühen Morgen, da die Pflanzen noch kühl von der Nacht sind und keine Schockreaktionen zu erwarten sind. Vielerorts sind die Regentonnen leer und es muss mit kaltem Wasser aus der Leitung gegossen werden. Gießen Sie durchdringend und auf die Erde. Das Bedecken des Bodens der Gartenbeete mit Mulch (Grasschnitt, Stroh…) wirkt sich nicht nur förderlich für die Bodenlebewesen auf, sondern verhindert Verdunstung. Leichtes Hacken zerstört die Kapillaren und tiefen Risse im Boden, durch die das Wasser ungehindert verdunsten könnte.

Starke Sonneneinstrahlung schädigt Bohnen Blätter rollen vom Rand her ein und vertrocknen, Blüten werden nicht bestäubt, sodass sich keine Früchte bilden.

 

Im Kleingewächshaus steigen die Temperaturen noch weiter an. Hilfreich ist eine Schattierung, am besten von außen. Das Benetzen des Weges mit Wasser während der heißen Mittagsstunden lässt die Luftfeuchte ansteigen und senkt die Temperaturen zumindest kurzzeitig um ein bis zwei Grad Celsius. Öffnen Sie Türe und Fenster, um eine Zirkulation der Luft im Gewächshaus zu ermöglichen.

 

Besonders Büten mit dunklen Farben bilden Sonnenschäden aus. Die Blüten vertrocknen oder entfalten sich nicht vollständig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie

 

Doppelfrüchte im Obstgarten

Doppelfrüchte

 

Ursachen der Doppelfrüchtigkeit

Manchmal findet man zwei verwachsene Früchte an einem Fruchtstiel. Die Früchte sind wie ein einer Naht zusammengesetzt. Beide Fruchtteile entwickeln sich gleich und reifen auch gut aus. Auch bilden sich zwei Kerne. Jedoch sind die Früchte gesund und geschmackvoll. Für die Ernte im Garten haben die Doppelfrüchte keine Nachteile.


 

Doch was ist passiert? Ursächlich für die Anomalien sind hauptsächlich Hitzesommer des Vorjahres und damit verbundener Stress für die Pflanzen. Schon im Sommer werden Blütenknospen für das kommende Jahr angelegt. Treten zur Zeit der Blütenbildung langanhaltende Trockenheit und Hitze auf, kann es zu den Veränderungen kommen. Dann trennen sich die einzelnen Blüten nicht vollständig. So entstehen Blüten mit zwei Stempeln und zusammengewachsenen Fruchtknoten.


 

Doppelte Früchte bei verschiedenen Obstarten


 

Das Phänomen der Doppelfrüchtigkeit tritt bei sehr unterschiedlichen Obstarten auf. Besonders häufig sind Zwetschgen und Kiwi betroffen. Aber auch bei Kirschen, Erdbeeren und Himbeeren und Pfirsichen kann die Veränderung auftreten, gelegentlich auch bei Äpfeln. Auffallend ist auch, dass nicht alle Sorten einer Obstart gleich reagieren. 

Beim Obsteinkauf findet man diese Verformungen sehr selten, da sie nur in geringem Maße vermarktet werden dürfen und deshalb aussortiert werden müssen.

 

zwei Zwetschgenfrüchte sind fest miteinander verwachsen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie

 

 

 

Die Schwebfliege - Fliege im Wespenkostüm


 

Bei sonnigem, warmem Wetter fallen sie auf – Insekten mit wespenähnlicher Zeichnung schwirren in großer Zahl um verschiedene Blüten. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie stellen die Schwebfliege als wichtigen Nützling im Garten vor.

Im Frühjahr hatten wir eine hohe Blattlauspopulation an vielen Pflanzen. Deshalb treten nun nachfolgend viele Nützlinge auf. Dazu gehört auch die vielgestaltige Schwebfliege.

die grünlichen, bräunlichen oder durchsichtigen Larven der Schwebfliege kennt kaum jemand


 

Unbekanntes Flugobjekt?


 

Schwarz-gelb gestreifte Fluginsekten werden häufig für Wespen gehalten. Doch das ist nur ein Täuschungsmanöver zur Abschreckung vor Fressfeinden. Die Wespenzeichnung der erwachsenen Schwebfliegen dient zur Warnung und zum Schutz. Charakteristisch ist der Flugstil. Durch den schnellen Flügelschlag scheint es, als ob die Tiere an einer Stelle schweben, um im nächsten Moment den Standort zu wechseln. Das Fehlen der Wespentaille, des zweiten Flügelpaares und die kurzen Fühler sind weitere Unterscheidungsmerkmale zwischen Schwebfliegen und Wespen.


 

Schwebfliegen lieben Doldenblütenhier die Blüten von Gewürzfenchel


 

Warum brauchen wir dieses Insekt im Garten?


 

Die Nahrung erwachsener Schwebfliegen besteht aus Pollen und Nektar. Deshalb spielen sie bei der Blütenbestäubung eine wichtige Rolle. Im Sommer sind sie häufig auf Dolden- und Korbblütlern sowie auf Hahnenfuß- und Rosengewächsen zu finden.


 

Das eigentlich wichtige Nützlingsstadium ist die grünlich bis gelblich gefärbte, manchmal fast durchsichtig erscheinende, Larve der Schwebfliege, die beim ersten Blick kleinen Nacktschnecken ähnelt. Obwohl Schwebfliegenlarven blind sind und keine Füße besitzen, können sie ganze Pflanzen nach Blattläusen, Blutläusen, Räupchen, kleinen Käferlarven und Spinnmilben absuchen. Während des Larvenstadiums verzehren sie mehrere hundert Stück. Da Schwebfliegenlarven keine Augen haben, kreisen sie mit dem Vorderteil ihres Körpers durch die Luft, um so die Beutetiere zu ertasten. Ist ein Opfer gefunden, wird es mit dem Mundhaken gepackt, hochgehoben und ausgesaugt.

 

Schwebfliege an hellgelber Taglilie


 

Entwicklung der Schwebfliege

Die vielgestaltigen Schwebfliegen sind oft schon von Ende März bis zum September in den Gärten anzutreffen. Die Weibchen legen mehrere Hundert Eier am liebsten inmitten von jungen Läusekolonien. Nach etwa acht bis 15 Tagen Entwicklungszeit verpuppen sich die Larven. Diese tropfenförmigen Puppen kleben häufig an Blattunterseiten. Nach weiteren sieben bis 14 Tage schlüpfen schließlich junge Schwebfliegen, von denen die Weibchen bald wieder neue Eier in der Nähe von Blattlauskolonien ablegen. Jedes Jahr entstehen bis zu fünf Schwebfliegen-Generationen.

Schwebfliege an den orangefarbenen Blüten des Goldmohn


 

Förderung von Schwebfliegen im Garten

Integrieren Sie in Ihrem Garten Lieblingspflanzen der Schwebfliege: Korbblütler und Doldenblütler. Auch weitere nützliche Insekten werden sich einfinden, um das Gleichgewicht von Schädling zu Nützling zu erhalten. Verzichten Sie auf Bekämpfungsmaßnahmen gegen Blattläuse, denn jeglicher chemischer Pflanzenschutz stört nicht nur die empfindlichen Schwebfliegenlarven, sondern das ganze natürliche Gleichgewicht. Mechanische Maßnahmen wie z. B. das Abstreifen der Schädlinge mit dem Finger oder Rückschnitt stark befallener Pflanzenteile sind meist ausreichend.

 

Sogar Seerosenblüten werden von Schwebfliegen aufgesucht

 

Bunte Blüten einer Blumenmischung bieten viel Nahrung für Bienen und andere Insekten

 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie