Verein Licht- Luft Kaiserslautern e.V.
Verein Licht- Luft Kaiserslautern e.V.

Erste Marienkäfer im Garten

Schöne Sonnentage im Mai, und bereits im April, bringen auch Nachteile mit sich. Mit den warmen Tagen vermehren sich Blattläuse oft erschreckend schnell. Doch aufmerksame Beobachter finden auch Marienkäfer. Die Experten der Bayerischen Gartenakademie erklären warum sich die Käfer besonders bei Blattläusen aufhalten.

Marienkäfer sind nicht nur ein Symbol für Glück, sie erfreuen auch den Freizeitgärtner, denn sie sorgen dafür, dass sich Schädlinge, besonders Blattläuse, nicht maßlos ausbreiten und vermehren können.

 

Mest liegt der Marienkäfer seine typische gelg-0range farbenen Eierpakete auf die Blattunterseite


 

Marienkäfer – Freunde des Freitzeitgärtner

Die meisten Marienkäfer und deren Larven sind räuberische Fleischfresser. Außer Blattläusen vertilgen manche Marienkäfer-Arten auch Schildläuse, Spinnmilben, Fransenflügler und andere weichhäutige Schädlingslarven. Es gibt sogar Arten, die sich von den Sporen von Mehltaupilzen ernähren wie der gelbe schwarzgepunktete Zweiundzwanzig-Punkt-Marienkäfer. 

Marienkäfer und ihre Larven sind sehr nützlich und sollten deshalb im Garten gefördert werden. Sie reagieren empfindlich auf Pflanzenbehandlungsmittel. Daher ist ein sorgsamer und sparsamer Umgang mit diesen Mitteln wichtig. Besser ist der Verzicht, um ein Gleichgewicht im Garten zu erreichen. An heimischen Pflanzen und Kräutern finden die Marienkäfer bereits im April die erste Nahrung nach dem Winter. Unter günstigen Bedingungen und geeigneten Überwinterungsplätzen in Form von Stein- und Laubhaufen, nicht abgeschnittenen Stauden, Trockenmauern und anderen werden die Käfer im Garten sesshaft. Oft überwintern die Tiere auch in größeren Gruppen. Im Herbst suchen sie manchmal Schutz in Garten- oder Wohnhäusern.

Der Siebenpunkt-Marienkäfer hält sich gerne zwischen seine Beute den Blattläusen auf. Hier legt er gleich seine Eier ab.

Marienkäfer – Feinde der Blattläuse

Blattläuse saugen den Pflanzensaft, den sie zur Nahrung brauchen, aus den Blättern und zarten jungen Trieben. Folglich kann es zu Verkrüppelungen von Blättern und Triebspitzen kommen. „Abfallprodukt“ der Saugtätigkeit ist der sogenannte Honigtau. Dann kommt es oft zur Ansiedlung von Schwärzepilzen, die die Assimilationsleistung der Pflanze beinträchtigen. Blattläuse können zudem pflanzenschädigende Viren übertragen, wodurch Blattverfärbungen, Verkrüppelungen und Kümmerwuchs möglich sind. Bei warmer und trockener Witterung vermehren sich die Schädlinge sehr schnell.

Der bekannteste Blattlausfeind ist sicherlich der Siebenpunkt-Marienkäfer. Er ist auch bei den Kindern ein großer Freund. Durch seine roten Flügeldecken mit den schwarzen Punkten sieht man ihn auch recht gut. Besonders gerne hält er sich in der Nähe von Blattlauskolonien auf. Hier legt er seine orangefarbenen Eier in dichten Paketen auf der Blattunterseite ab. Bald schlüpfen die grau-schwarzen kleinen Larven. Diese verfärben sich bei jeder Häutung. Schließlich verpuppen sich die Larven, die nun eine Größe von etwa einem Zentimeter erreicht haben. Nach etwa zwei Wochen haben sich neue Käfer entwickelt. Ein Siebenpunkt-Marienkäfer frisst etwa 40 bis 50 Blattläuse pro Tag, die Larve während ihrer Entwicklung etwa 600.

Die grauschwarzen Larven des Sibenpunkt-Marienkäfers fressen inmitten von Blattäoskolonien.


Als noch gefräßiger gilt der Asiatische Marienkäfer. Seine Färbung der Deckelflügel und der Punktezahl variiert stark von dunkelrot bis orangegelb. Erkennbar ist er am Halsschild mit schwarzer Kopfzeichnung in Form eines „M“ oder „W“. Die schwarz-orange farbenen Larven sehen durch ihre „Dornen“ bedrohlich aus.Oft treten die Käfer früher im Jahr auf als der heimische Blattlausräuber und fressen noch länger in den Herbst hinein. Dann laben sie sich auch an süßen Früchten.


 


 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie

Die besondere Dahlie: Freundin der Bienen und Blumenfreunde

Gärtnereien und Gartenfachgeschäfte verkaufen nun ein überreiches Angebot an bunten Balkonblumen. „Auffallend sind in diesem Jahr einfach blühende Dahlien“, schwärmen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Im Mittelpunkt steht in bayerischen Gärtnereien die Dahlie „Rockin‘ Rosi“. Sie wurde zur „Bayerischen Balkonpflanze des Jahres 2020“ gewählt.

Renaissance der Dahlien

Lange Zeit galten Dahlien als Pflanzen der älteren Generation. Früher waren sie in Bauerngärten ein fester Bestandteil und auch im Stadtgarten präsentierten sich die dicken gefüllten Blütenköpfe. Diese schmückten dann im Spätsommer und Herbst nicht nur den Garten. Auch als Vasenschmuck waren die recht lange haltbaren Blumen begehrt.

In den letzten Jahren rückten vor allem einfach blühende Sorten in den Focus. Die Pflanzen waren oft etwas schwächer im Wuchs und passten somit auch in die zunehmend kleineren Gärten. Ein ganz wesentlicher Aspekt ist dabei die Bienenfreundlichkeit ungefüllter Blüten, die den Insekten Pollen und Nektar bieten.


 

Rockin‘ Rosi“ – mehrfarbige Schönheit


Die dreifarbigen Blüten dieser ausgewählten Dahliensorte sind durchwegs ein Hingucker: pink – rot - gelb. Diese stehen über schokobraunen Laubblättern. Tolle Farbkombinationen ergeben sich mit weißen Blüten, die dann das Pink und Rot noch stärker leuchten lassen. Da die Dahlie schon jetzt blüht und auch Blüten bis zum Frost bildet, sind Pflanzungen mit den gängigen Balkon- und Sommerblumen möglich. Ein passendes Gefäß hebt die Attraktivität einer einzelnen Pflanze hervor, die dann als üppige Schönheit die Betrachter in Bann zieht.

Lust auf mehr? Hier finden Sie weitere Informationen zur Pflanze selbst sowie mögliche Bezugsquellen. Wäre doch schön, wenn die pflegeleichten Pflanzen auf vielen Balkonen oder in Gartenbeeten zu finden sind.

Bayerische Pflanze des Jahres 2020 "Rockin Rosi" Externer Link

Beliebt bei den Bienen und Menschen ungefüllt blühende mehrfarbige Dahlie Rockin Rosi

Rockin‘ Rosi“ – pflegeleicht

Ein sonniger Standort trägt wesentlich zur Blütenfülle bei. Beim Gießen bleiben die Blätter am besten trocken, da dies evtl. zu Blattschäden führen kann. Verblühtes entfernt man regelmäßig, so bilden sich bald wieder neue Blütenknospen bis ins späte Jahr. Die Dahlie braucht deshalb viele Nährstoffe. Je kleiner ein Pflanzgefäß, umso nötiger ist auch ein regelmäßiges Gießen und (flüssiges) Nachdüngen. Ein größeres Gefäß beinhaltet mehr Erdvolumen und somit eine bessere Wasser- und Nährstoffspeicherung durch das Substrat. Torffreie Substrate schonen Ressourcen. Passt man das Gießverhalten an, sind diese eine gute Alternative für alle Pflanzungen im Gefäß.

 


 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie

Obstgehölze zeigen Blasen

mit roten Blasen befallene Blätter werden abgezupft

 

Jetzt ist es wieder soweit: aufgeregte Freizeitgärtner wenden sich an die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie, wenn Pfirsich und Nektarine, später Johannisbeere und Rebstock blasige Blätter aufweisen. Häufig sind die Veränderungen zusätzlich rot verfärbt, so dass sie besonders auffallen.

Auch wenn das Erscheinungsbild an den unterschiedlichen Obstgehölzen recht ähnlich ist, sind die Verursacher ganz verschieden. Ein Pilz oder kleine Tiere sind die Schaderreger.

Blasen an den Blättern des Pfirsich

Viele Pfirsichbäume zeigen jetzt im Frühjahr stark gekräuselte, rötlich eingefärbte Blätter. Erkrankte Blätter erscheinen manchmal dick, sind fleischfarbig bis dunkelrot eingefärbt und werden brüchig. Schließlich vertrocknen die Blätter und fallen ab. Durch die geringere Fotosyntheseleistung über die Jahre wird die Pflanze geschwächt und kann die Früchte nicht mehr richtig ernähren. Sie fallen zum Teil auch ab. Das ist das Schadbild der Kräuselkrankheit. Diesen Pilz muss man bereits bei Knospenschwellen im Januar und Februar angehen. Die Pilzsporen werden bei feuchter Witterung zwischen die jungen Blättchen in den Knospen gespült, wo sie dann auskeimen. Problematisch ist nur, dass man in den Wintermonaten nicht an Pflanzenschutzmaßnahmen denkt und das Knospenschwellen sehr witterungsabhängig ist. Durch den allgemein sehr milden Winter mit viel Niederschlag sind die Schädigungen stark ausgeprägt. Bekämpfung nicht mehr möglich sobald Sie Symptome erkennen. Dann können Sie nur noch versuchen die befallenen Blättchen schnell zu entfernen, damit sich keine neuen Pilzsporen bilden, die dann an den Zweigen überwintern.

Beim regelmäßigen Schnitt zur oder nach der Blütezeit schneidet man schon einen Teil der infizierten Blätter mit weg. Versuchsweise könnte man den Pfirsichbaum, zumindest in wärmeren Gegenden, auch im Herbst schneiden, um weiteres Infektionspotential zu entfernen. Leider gibt es keine Sorte, die von der Kräuselkrankheit komplett verschont bleibt. ‘Benedicte‘, ‘Fruteria‘ und ‘Weinbergspfirsich‘ sind jedoch weniger betroffen.

stark deformierte Blätter durch die Kräuselkrankheit am Pfirsisch


Blasen an den Blättern der Johannisbeere

An den roten Johannisbeeren fällt es an den grünen Blättern auf, wenn sich diese entfalten: blasige und rot gefärbte Aufwölbungen. Auf der Blattunterseite sieht man dann grünliche Johannisbeerblasenläuse. Durch deren Saugtätigkeit entstehen die Aufwölbungen und Verfärbungen. Meist stört der Befall nur das Auge. Das Wachstum der Sträucher ist nicht eingeschränkt. Starkbefall jedoch könnte zu Blattfall führen. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen bereits zum Austrieb und zerdrücken Sie einfach die ersten Läuse oder entfernen Sie die Blättchen. Nützlinge wie Marienkäfer und deren Larven sind gefräßige Blattlausvertilger, so dass die Verursacher der roten Blasen oft schon gefressen sind, wenn der Schaden stark auffällt. Die Läuse können auch auf andere krautige Pflanzen gewandert sein und kommen dann im Herbst zurück an die Johannisbeere, wo sie an den Trieben ihre Eier ablegen. Daraus schlüpfen dann, mit dem Entfalten der jungen Blätter, wieder neue Läuse.

rote Aufwölbungen durch die Rebenpockenmilbe

Blasen an den Blättern des Rebstockes

Auch an den Weinstöcken entdeckt man ein ähnliches Phänomen: pockenartige gelbliche oder rötliche Erhebungen auf den jungen Blättern. Das ist die Rebenpockenmilbe, die durch ihre Saugtätigkeit die Blätter zur Entwicklung von Pocken und Haarfilz anregt. Auf der Unterseite der Pocken hat sich ein Haarfilz gebildet, in dem zunächst die Schadmilben und später auch die Raubmilben sitzen. Bei geringem Befall ist der Schaden nur optisch. Ist der Befall sehr stark, könnten sogar die Blüten befallen werden. Bemerken Sie nun die Pocken auf Ihrem Weinstock, dann entfernen Sie die befallenen Blätter, um eine zweite Milbengeneration zu reduzieren.

rote Aufwölbungen auf den Blättern der von roten Johannisbeere das Schadbild durch die Johannisbeerblasenlaus

 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie

Was tun nach der Zwiebelblumenblüte im Frühling?

Die üppige Blüte frühjahrsblühender Zwiebelblumen ist nun schon fast vorbei. Die Experten der Bayerischen Gartenakademie erklären, was Sie nach dem Verblühen mit Hyazinthe, Narzisse, Tulpe und Co. nun tun können.

Im Garten und in Gefäßen beginnen die Zwiebelblumen nach der Blüte mit dem Entwickeln von Samenständen und später dem Gelbfärben der Blätter. Das ist unschön, aber keineswegs ein Grund die Pflanzen wegzuwerfen.


Pflege nach der Blüte

Blütenblätter trocknen nach der Blüte ein und fallen häufig ab. Bleiben sie an den Laubblättern kleben, können sie zu faulen beginnen, wenn es viel regnet. Ein großzügiges Entfernen ist daher sinnvoll. Auch optisch gefällt Verblühtes nicht jedem. Der Blütenstängel kann problemlos abgeschnitten werden, doch nur dieser. Durch das Entfernen brauchen die Pflanzen keine Kraft für die Samenbildung zu verschwenden. Die Laubblätter verbleiben aber an der Pflanze bis sie ganz gelb oder gar braun eingetrocknet sind. Grüne Laubblätter sind nämlich die Kraftquellen der Pflanze, mit deren Hilfe Reservestoffe in die Zwiebel eingelagert werden. Dies fördert das Zwiebelwachstum und die Blütenbildung im nächsten Jahr.

Die Schöheit ist vorbei verblüte Tulpen

Gelbes Laub stört

Die langen dünnen Blätter der Osterglocken und Narzissen lassen sich zu Zöpfen flechten oder zusammenbinden, dann fallen sie nicht so auf. Notfalls können die Zwiebeln auch komplett herausgenommen werden, um an einem schattigen Ort einzuziehen, evtl. auch in einem Kistchen mit wenig Erde, damit die Zwiebel während des Einziehens nicht austrocknet. Sind die Blätter komplett dürr, ist es möglich die Zwiebeln an einem trockenen kühlen Ort bis zum Herbst in luftigen Säckchen zu lagern.

Zwiebelpflanzen in Töpfen stellt man dahin, wo sie in Ruhe einziehen können. Meist ist das in der Nähe des Gerätehäuschens oder anderen halbschattigen Ecken. Die Zwiebeln bilden oft Brutzwiebeln, die dann im nächsten Jahr nicht blühen. Deshalb ist es ratsam, die Zwiebeln im Herbst aus den Töpfen zu nehmen und in den Garten zu pflanzen. Die Töpfe bestücken Sie dann mit neuen Zwiebelblumen, die ihre Blütenpracht im nächsten Frühjahr zeigen.

Vorausschauende Gartenplanung

Manchmal ärgert man sich im Frühling über kahle Stellen, die erst später von anderen Stauden überdeckt werden. Dann sollten Sie schnell in den Garten gehen und Fotos machen. So dokumentieren Sie die Kahlstellen bzw. Orte, an denen im nächsten Frühjahr farbenfrohe Blüten durch Zwiebelblumen gewünscht sind. Markierungen, z. B. mit Stäben mit bunten Bändern, zeigen die freien Plätze in den Pflanzungen, die dann im Herbst erfolgen.

Eingezogene Zwiebelblumen in Töpfen

 

 

 

 

 

 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie

Ostern zuhause

Die aktuelle Situation zwingt uns die Osterfeiertage zuhause mit Personen des eigenen Haushalts zu verbringen. Eine ungewohnte Situation, wenn wir nicht einmal die Verwandtschaft oder Freunde besuchen können. „Machen Sie das Beste daraus und blicken Sie in die bereits erwachte Natur“, motivieren die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie.

Ein eigener Garten oder Balkon sind jetzt wichtige Oasen für Lebensfreude und Kreativität. Hier ist der Aufenthalt gestattet. Nutzen Sie die Chance im eigenen Grün.

Frühling im Garten mit Tulpen

 

 

Osterschmuck aus dem Garten

gelbe lillinblütige Tulpen

 

Nun heißt es kreativ sein. Ein Osterstrauß oder ein Gesteck lassen sich mit Pflanzen aus dem Garten gestalten. Für größere und üppigere Werke nutzt man blühende Gehölze aus dem Garten. Forsythien, Zierquitten und verschiedene Obstgehölze bringen mit ihren Blütenfarben Freude in die Wohnung. Vergessen wir nicht die „Osterglocken“. Sie lassen sich gut mit Buchs bzw. Zweigen der Korkenzieherweide oder anderen frisch austreibenden Gehölzen kombinieren. Gänseblümchen, wilde Veilchen, Traubenhyazinthen und andere kleine Blumen schmücken in kleinen Väschen den Ostertisch.

Osternest im Garten

Osternester bekommen ihre Form durch gebogene dünne Zweige von Weide, Haselnuss, Clematisranken oder ähnlichen. Aber auch trockene Gräser und Efeuranken lassen sich gut zu Kränzen bzw. Nestern binden. Vielleicht findet man auch noch ein bisschen Moos zum Auskleiden. Dann noch ein paar bunte Eier hinein.... Wann haben Sie das letzte Mal Osternester versteckt oder gesucht?

Gänseblümchen sehen gut in einer Vase auf dem Ostertisch aus

 

Was fliegt denn da?

In der schnelllebigen Zeit haben wir das Beobachten oft vernachlässigt. Bei mildem Osterwetter werden schon vielfältige Insekten unterwegs sein und die Blüten der Frühlingsblüher besuchen. Doch sehen sie alle gleich aus? Wildbienen, Honigbienen, Hummeln, Fliegen und sogar erste Schmetterlinge fliegen durch den Garten. Nutzen Sie die Zeit um genauer hinzuschauen. Auch der Gartenteich ist belebt. Wasserläufer und Wasserbienen findet man besonders häufig. Hüpfen in der der Hecke Vögel herum und brüten sie sogar? Aber auch Pflanzen bieten viel: bunte Blüten, Neutriebe und Knospen. Die Natur zeigt uns, wie kraftvoll sie ist und immer wieder neu auflebt.

Veilcheb im Schnapsglas könene den Ostertisch schmücken

 

Kinder lassen sich gerne auf „Beobachtungstouren“ einladen. Vielleicht lässt sich sogar eine Rallye durch den Garten machen. Ein Garten oder Balkon bietet vielfältiges Leben und Lebensgrundlage: Biodiversität auf kleinem Raum.

Auch mit Traubenhyazinthen lässt sich die Wohnung österlich schmücken

ist der Nistkasten schon bewohnt ? jetzt ist Zeit zum Beobachten

Ostern auf dem Balkon

Ein Balkon ist natürlich kein Vergleich mit einem Garten. Und trotzdem lässt es sich österlich gestalten. Hier kommen dann auch die ersten Kräuter ins Spiel wie Schnittlauch und Petersilie, die in Gefäßen auf dem Balkon stehen. Fehlen bunte Blüten? Gartencenter haben geschlossen, doch bieten einzelne Gärtnereien ihre Blumen zum Verkauf: online, mit Lieferservice oder zur Selbstbedienung auf Vertrauensbasis. So unterstützen Sie Ihren Gärtner vor Ort. Auch der Lebensmitteleinzelhandel, Supermärkte und Discounter bieten meistens Pflanzen an.

Wer findet eine Schnecke? Begeben Sie sichauf die Suche im Garten

Es summt und brummt im Garten

im und am Teich ist Leben. Schauen Sie doch mal genauer hin.


 


Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakadem


 

Frühjahrskur für Stauden und Gräser

Der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten. Überall schieben sich Stauden und Gräser durch den Gartenboden. „Zeit zur Verjüngung der Pflanzen“, raten die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie.

Werden die Horste von Stauden und Gräsern immer breiter, verdrängen sie andere. Viele Stauden wachsen schwächer und bilden kaum noch Blüten und in die Jahre gekommene Gräser verkahlen von innen.

Astern sind beliebte Herbstblüher.Gelegentlich tut ihenen eine Teilung gut.

 

Gründe für das Verjüngen von Pflanzen

Lässt man die Pflanzen einfach wachsen, werden sie nicht nur größer und breiter. Sie werden krankheitsanfälliger, schwächer und blühfauler, wenn sie sich gegenseitig bedrängen und nicht mehr genug Platz haben. Oft bilden sich Kahlstellen im Inneren. Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die nicht verholzen und jährlich aufs Neue aus den Überwinterungsorganen austreiben. Es hat sich bewährt verschiedene Stauden und Gräser alle paar Jahre zu teilen, wenn der Boden im Frühjahr etwas abgetrocknet ist.

Bergenien sind vor allem auch Blattschmuckpflanzen.

 

So teilt man die Pflanzen

Die Teilung erfolgt am besten mit einem Spaten. Hierfür sticht man um die Stauden herum, nimmt die Horste aus dem Gartenboden und schüttelt vorsichtig lockere Erde ab. Mit einem scharfen Messer oder dem Spaten wird der Wurzelstock in mehrere Teile durchtrennt. Die Teilstücke sollten mindestens die Größe einer Faust aufweisen und mehrere gesunde Triebe oder Knospen besitzen. Überlange und beschädigte Wurzeln werden auf 15 bis 20 Zentimeter eingekürzt. Die Pflanzenstücke lassen sich dann in gut gelockerte und mit Kompost oder Pflanzerde verbesserte Gartenerde pflanzen. Nutzen Sie gleich die Gelegenheit, den Garten etwas umzugestalten. Überzählige Teilstücke können an Nachbarn und Freunde weiter gegeben werden.

abgeschnittenen Gräser im Frühjahr

Bei diesen Pflanzen ist eine Frühjahrskur ratsam

Das japangras breitet sich im Garten aus. Im Frühjahr lässt es sioch gut teilen.

 

Astern, Mädchenauge, Rittersporn, Margeriten, Chinaschilf und andere sind Beispiele für Pflanzen, die sich mit den Jahren immer weiter ausbreiten und andere verdrängen. Häufig verkahlen die Horste außerdem auch noch von innen, besonders bei den Gräsern. Alle paar Jahre sollten Sie diese dann beherzt teilen.

Auch bei Stauden, deren Erneuerungsknospen jährlich weiter aus dem Boden herauswandern, hat sich das Teilen bzw. tiefere Neupflanzen bewährt. Beispiele sind Herbstanemonen, Astilben, Silberkerzen und Purpurglöckchen.

Manche Pflanzen haben dickfleischige Wurzelstöcken wie die Bergenie. Die Rhizome, das sind unterirdische bewurzelte Sprossteile, werden entnommen und von anhaftender Erde befreit. Von den Seitentrieben schneidet man mit einem scharfen Messer etwa zehn Zentimeter lange Teilstücke ab, die mindestens eine Triebknospe besitzen. Nach kurzem Antrocknen erhalten die Teilstücke einen neuen Platz in der gleichen Tiefe wie die Pflanze vorher war.

Doch Achtung! Während für die meisten Stauden und Gräser die Zeit des Teilens im Frühjahr liegt, wartet man bei Gemswurz, Gedenkemein, Kaukasusvergissmeinnicht und anderen Frühlingsblühern bis nach der Blüte.

Purpurklöcjchen oder Heuchera gibt es in einer großen Vielfalt. Mit den Jahren wachsen sie jedoch immer weiter aus der Erde heraus. Im Frühjahr kann gahandelt werden.

 

 

 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakadem

An die Kräuter – fertig, los!

Milde Temperaturen und Sonnenstrahlen lassen uns aufleben und den Winterblues vergessen. „Zum Frühling gehören frische Kräuter dazu“, schwärmen die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie.

Frische Kräuter peppen unsere Speisen auf und liefern Vitamine und Mineralstoffe. Erste Pflanzen spitzen im Garten aus der Erde, andere bietet der Handel im Topf an.

Beliebter Schnittlauch

Im Frühling erscheinen junge und frische 

Der Schnittlauch gehört zu den am häufigsten genutzten Kräutern. Die röhrenförmigen Laubblätter mit ihrer typischen Schärfe lassen sich natürlich am besten frisch in der Küche verwenden, sei es im Salat, über Eierspeisen oder einfach nur auf dem Butterbrot. Als Würzkraut nutzt man die bis 30 Zentimeter hohen Röhrenblätter. Je nach Sorte können diese sehr zart oder gröber sein. Zur Ernte werden die Blätter bis auf etwa drei Zentimeter geschnitten, am besten mit einem scharfen Messer oder einer Schere. Stellt man das grüne Sträußchen in ein mit etwas Wasser gefülltes Glas, halten die Halme zwei Tage frisch.

Im Garten erscheinen die ersten Röhren. Für einen größeren Bedarf eignen sich jedoch jetzt besser vorgezogene Schnittlauchtöpfe, wie sie in Gemüsegärtnereien, Gartencentern oder im Lebensmitteleinzelhandel angeboten werden. Regelmäßige Wassergaben, je nach Temperatur des Standortes, und ein heller bis sonniger Platz sorgen dafür, dass die Pflanze mehrfach beerntet werden kann. Da die Pflanze im Gewächshaus vorgetrieben ist, verträgt sie keinen Frost, falls sie auf dem Balkon steht.

Nach einiger Zeit erscheinen neben den lekeren Schnittlauchröhren auch lillafarben Blüten

Später kann der Schnittlauch in den Garten gepflanzt werden. Am liebsten hat er einen nährstoffreichen, nicht zu trockenen und kalkhaltigen Boden ohne Staunässe. Auch wenn Zwiebelgemüse-Arten eigentlich recht genügsam sind, benötigt der Schnittlauch für eine reiche und wiederholte Ernte während des Sommers immer wieder Wasser und Nährstoffe. Am besten geschieht dies mit einer stickstoffbetonten Flüssigdüngung. Die rosa bis rötlichen Schnittlauchblüten, die während des Sommers auf harten Stängeln sitzen, bieten für viele Insekten und Bienen eine willkommene Nahrung.

Petersilie in zwei Varianten mit glatten und krausen Blättern

Petersilie im Topf

Die Petersilie ist ein weiteres beliebtes frisches Küchenkraut, das sich sehr vielseitig einsetzen lässt. Durch den milden Winter haben Petersilienpflanzen im Garten überwintert und treiben nun auch erste Blätter zur Nutzung. In ein paar Wochen entstehen die typischen Doldenblüten und die zweijährige Pflanze stirbt ab.

Junge Topfpetersille kann man leichtn in mehrere Büschel teilen.

Petersilie gibt es mit glatten oder krausen Blättern. Auch sie bekommt man nun in Töpfen zu kaufen. Oftmals wurden die Pflänzchen eng gesät, so dass man sie büschelweise vereinzeln und mehrere Gefäße oder einen größeren Topf damit bestücken kann. Später ist das Auspflanzen im Garten möglich. Leider bekommt die Petersilie durch Wurzelschädigungen oft gelbe Blätter.

Mit Petersillienbüscheln lassen sich verschiedene Gefäße bepflanzen.

Doch es gibt noch mehr frisches Grün

Gibt es wieder heimische Tomaten, werden bald schon Kräutertöpfe mit Basilikum angeboten. Dieser ist sehr wärmebedürftig und verbleibt am hellen Fenster.

Im Garten sprießen verschiedene Wildkräuter, die ebenfalls die Würze in den Speiseplan bringen. Dazu gehören beispielsweise Knoblauchsrauke, Brennnessel und Giersch, deren junge Blätter in der Küche verwendet werden können. Ganz nach dem Motto: iss dein Unkraut einfach auf!

Außerdem können Sie bald erste Blätter der Wilden Rauke und der Pfefferminze nutzen. Bärlauch, Zitronenmelisse und Oregano treiben üppig junges Grün. In kälteren Regionen können Sie Vlies auflegen. So regen Sie die Kräuter zum Wachsen an.

Die Minze treibt schon kräftig erste Blätter lassen sich verwenden.

 

 

 

 

 

 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakadem

Bienenfreundliche Gehölze blühen schon im Frühjahr

Bei Blüten für Bienen denkt man oft an Sommerblumen an denen Bienen herumschwirren. „Gehölze, die im zeitigen Frühling blühen sind erste wichtige Nahrungsquellen“, bekräftigen die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie und stellen einige vor.

Gehölze unterschiedlicher Größe und Form lassen sich in den Garten integrieren. Selbst für Gefäße gibt es Pflanzen, die Bienennahrung liefern

Wildobstgehölze gehören zu den frühen

Besonders zeitig im Jahr erscheinen die gelben, in dichten Büscheln sitzenden Blüten der Kornelkirsche (Cornus mas). Als Großstrauch oder Kleinbaum kann die langsam wachsende Pflanze als Solitär stehen. Wenn sich die Insekten im Frühjahr über Nahrung freuen, können wir die roten Früchte im Spätsommer nutzen. Dann ist es sinnvoll großfruchtige Sorten zu pflanzen wie ‘Jolico‘ und ‘Kasanlaker‘. Die Wildform eignet sich sogar für geschnittene Hecken in einem Naturgarten.

Kornelkirschen gehören zu den frühest blühenden Gehölzen und bieten Nahrung für Insekten

 

Schon bald danach leuchten die orange bis roten Blüten der Japanischen Zier- oder Scheinquitte (Chaenomeles japonica) an den noch laublosen dornigen Zweigen. Dieses Kleingehölz mit maximal eineinhalb Metern Höhe lässt sich problemlos auch niedriger halten und kann auch gut als Abgrenzung zur Straße verwendet werden, um z.B. Hunde vom Grundstück fernzuhalten. Die ab September reifenden gelben, säuerlichen Früchte können ähnlich wie Quitten verwendet werden.

Im April schließlich ist die ebenfalls langsam wachsende Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) mit weißen Blütensternchen übersät. Daraus entwickeln sich im Juni erbsengroße schwarzblaue Früchte, die man am besten nascht, bevor die Vögel die komplette Pflanze abernten. Die Felsenbirne wächst als mehrtriebiger Großstrauch oder Kleinbaum. Auffallend ist die orange bis feurig rote Herbstfärbung.

Wildobst bietet Nahrung die orangenfarbenen Blüten sind richtige Farbkleckse im Garten

 

Obstblüten bieten Nahrung

 

Die Blüten der verschiedenen Obstgehölze liefern wichtige Nahrung für Bienen und andere Insekten. Beginnend mit den Prunus-Arten wie Mandel, Pfirsich und Aprikose, folgen Sauer- und Süßkirsche, Mirabelle und Zwetschge. Später erscheinen die Blüten von Apfel und Birne.


Nicht zu vergessen das vielfältige Beerenobst, das ebenfalls früh blüht, jedoch oft eine unscheinbare Blüte zeigt. Dazu gehören Stachel- und Johannisbeere. Wie eine Blütenwolke wirkt ein blühender Heidelbeerstrauch. Die kleinen glockenförmigen weißlichen Blüten sitzen dicht an dicht an den Zweigen und werden gerne von Bienen besucht. Als „Drei-Jahreszeiten-Strauch“ bietet die Kulturheidebeere neben den blauen Früchten eine feuerrote Herbstfärbung. Beerenobst eignet sich besonders gut auch für Gefäße und lässt sich deshalb auch auf größeren Balkonen oder Terrassen gut verwenden.

Unscheinbar sind die Blüten der Stachelbeere. Doch auch sie sind wichtige Nahrunsquellen für Insekten die wir ail Betäuber brauchen

Weitere wertvolle Frühlingsblüher

Einfach blühende Zierkirschen sowie die Zierformen des Apfels bieten wie die Kultursorten Pollen und Nektar. Oft sind die Zierformen etwas kleiner und deshalb auch in kleinen Gärten gut zu integrieren.

China-Judasbaum, Weidenblättrige Birne, Mahonie, verschiedene Schneeball-Arten und der ungefüllte Ranunkelstrauch stehen beispielhaft für viele andere Gehölze, die von Insekten besucht werden und bereits während der Zeit der Obstblüte blühen.

Weitere Informationen

Bienen gehören zu den wichtigsten Nutztieren. Ohne ihre Bestäubungstätigkeit würden wir kaum Obst ernten können. Ein Naturgarten bietet blühende Pflanzen vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst. Neben Gehölzen sind auch Stauden, Zwiebelblumen und Einjahresblumen wertvolle Futterpflanzen.

Apfelblüten sind im Frühjahr ein Traum zartrosa Blütenwolken

 

 

 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakadem

 

Anzucht von Paprika und Co.

Am Ende des Winters merken wir die zunehmende Kraft der Sonne. Zeit, um junge Pflänzchen keimen zu sehen. Wie die Anzucht von Paprika und anderen Gemüsearten gelingt, verraten die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Im Januar waren noch vorbereitende Arbeiten angesagt, doch im Februar beginnt das „eigentliche“ Gartenjahr. Eifrige Freizeitgärtner säen Gemüse selbst aus. Zu den ersten Aussaaten gehört Paprika.

Der richtige Aussaattermin auf der Fensterbank

Für Aussaaten im Januar ist es zu früh, da während kurzer Tage und bei trübem Himmel auflaufende Saaten wegen Lichtmangel nur lange und dünne Triebe bilden. Selbst am hellsten Fenster bekommen die Pflänzchen im Vergleich zum Freien auf der Fensterbank nur die Hälfte Licht. Die ungünstige Lage verschärft sich, wenn unter dem Fensterbrett eine warme Heizung läuft.

Paprika besitzt eine lange Anzuchtphase, weshalb man ihn im Februar aussät. Eine etwa fünf Zentimeter tiefe Schale wird mit Aussaaterde gefüllt. In kleine Furchen, mit etwa einem halben Zentimeter Tiefe und einem Abstand von vier Zentimetern, wird alle zwei Zentimeter ein einzelnes Saatkorn gelegt. Nach dem Füllen der Saatrillen erfolgt ein sehr vorsichtiges Angießen mit einer zarten Brause oder einer Sprühflasche, um ein Abschwemmen zu vermeiden.

Eigene jungüflanzenanzucht Paprika-Sämlinge

Die weitere Pflege nach der Aussaat

Für ein zügiges Keimen sind 25 Grad Celsius optimal. Kühlere Temperaturen verzögern die Keimung und es besteht die Gefahr von Fäulnis. Erscheinen dann die ersten Keimblätter ist viel Licht wichtig. Ein Platz am hellen Südfenster eignet sich deshalb besonders.

Bilden sich in der Triebmitte erste Laubblättchen ist die Zeit zum Pikieren gekommen. Hierzu werden die jungen Pflänzchen einzeln in Töpfe gesetzt. Die Temperatur kann dann etwas reduziert sein, um kräftige und stabile Jungpflanzen zu erhalten. Licht spielt weiterhin eine sehr wichtige Rolle.

Vergessen Sie während der ganzen Anzuchtzeit das stete, jedoch mäßige Gießen nicht. Das Substrat darf nicht zu nass sein, da besonders Paprikapflanzen darunter sehr leiden. Als Folge ist das Wurzelwachstum stark gehemmt. In die geschwächten Pflanzenteile können Welkepilze eindringen und die jungen Pflanzen zum Absterben bringen.

Erst nach den Eisheiligen Mitte Mai dürfen die Anzuchten dann ins Freiland gesetzt werden. Alternativ eignen sich Paprika auch als Kübelpflanze. Diese erhalten an warmen Tagen schon im April ihren Platz im Freien. Wird es nochmals kalt, räumt man die Gefäße, vor allem nachts, wieder ein.

Paprika hat eine lange Anzchtdauer. Er wird im Februar ausgesät und später pikiert.


Mit anderen Fruchtgemüsen kann man noch warten


Tomaten, Kürbis, Zucchini und Gurken pflanzt man auch erst Mitte Mai ins Gartenbeet. Ihre Pflanzenanzucht hat noch Zeit, denn die Anzuchtdauer ist teilweise wesentlich kürzer als bei Paprika. Für Tomaten. Hierfür reicht die Aussaat an der Fensterbank noch Mitte März, um kräftige und stabile Jungpflanzen zu erhalten. Zucchini und Kürbis sät man etwa vier bis sechs Wochen vor der Pflanzung in den Garten. Bei Gurken geht es besonders schnell, hier reichen zwei bis drei Wochen.

Tomaten-Sämlinge in Anzuchtkisten,Aussat Mitte März

Alternative: Jungpflanzenkauf beim Gärtner

Haben Sie keine optimalen Bedingungen für die eigene Anzucht von Pflanzen, empfiehlt sich kräftige, gesunde Jungpflanzen beim Gärtner zu kaufen. In geheizten Glashäusern kann der Fachmann Licht und Temperatur nach Bedarf regulieren und die Jungpflanzen „abhärten“.

Übrigens: Haben Sie bei der Eigenanzucht zu viele Sämlinge erhalten, so freuen sich gartenliebende Nachbarn, einen Teil davon zu erhalten.

Kürbisse sät man erst im April dann gleich in einzelne Töpfe.

Die Anzucht von Gurken dauert nur zwei Wochen. Dann geht es raus auf das Beet.

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakadem

Erfolgreicher Rebschnitt

Zieht sich der Winter draußen langsam zurück, träumen wir schon von saftigen, süßen Trauben, die wie im Schlaraffenland an kräftigen grünen Trieben hängen. Damit dies kein Traum bleibt, geben die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie Tipps zum Rückschnitt von Tafeltrauben.

Nach einer Legende erfand ein Esel, der an den Reben gefressen hatte, den Rückschnitt der Reben. Denn aus den übrig gebliebenen kurzen Stummeln entwickelten sich kräftige Triebe mit großen Früchten. Der Rebschnitt im Winter ist daher die Voraussetzung für eine gute Ernte.

Die letztjährigen Ruten werden im Späten Winter stark zurück geschnitten

Wuchseigenschaften des Rebstocks

Der Weinstock legt alles darauf an möglichst schnell lange Triebe zu bilden. Dies bedeutet dann auch, dass die am höchsten stehenden Triebe und Knospen bevorzugt versorgt werden. Bei einer fünf Meter hochwachsenden Weinrebe würden im oberen Bereich kräftige Triebe mit großen Früchten entstehen, während es im unteren Teil des Stockes nur kümmerliche Trauben gäbe. Das wünschen wir nicht. Deshalb benötigt der Weinstock einen jährlichen Schnitt. Dies ist auch schon bei jungen Pflanzen zu beachten. Ein rechtzeitiger Stockaufbau erleichtert künftige Schnitt- und weitere Pflegemaßnahmen.

Die einjährigen Fruchtruten, die im letzten Vegetationsjahr gewachsen sind, besitzen eine hellbraune Farbe. Sie haben eine normale Länge von etwa 1,20 Metern und idealerweise eine Stärke mit einem Durchmesser von sechs bis zehn Millimetern (ähnlich einer Kugelschreiberdicke). Optimales Holz ist gleichmäßig durchgefärbt, knistert etwas beim Biegen und beim Anschneiden kann man eine kleine Markröhre sehen. Betrachtet man dieses einjährige Holz, die Fruchtruten, genauer, erkennt man im Abstand von etwa zehn Zentimetern die Knospen, die sog. Augen. In ihnen liegt bereits unsichtbar der Ertrag des nächsten Spätsommers und Herbstes.

Mit einer scharfen Schere werden letzjährig gewachsene Tragruten auf kurze Zapfen zurückgeschnitten

Der Griff zur Schere

 

Grundsätzlich werden jährlich über 90 Prozent der vorhandenen Augen mit dem einjährigen Holz weggeschnitten. Der Schnitt mit der Schere bedeutet einen großen Eingriff für die Pflanze, die sich jedes Jahr wieder neu aufbauen muss. Doch Vitalität und Wüchsigkeit bleiben so erhalten und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wachstum und Fruchtbarkeit gefördert. Vor dem Schnitt im Februar oder März betrachtet man seinen Rebstock genau. Bei Hausrebstöcken führt man in der Regel der Zapfenschnitt am waagrecht erzogenen Seitenast, dem sogenannten Kordon, durch. Auf diesen Zapfen wird dann jedes Jahr zurück geschnitten. Beim Kordonschnitt sind die Arme der Rebe oft schon viele Jahre alt. Ist aber die Erziehung abgeschlossen, ist der Schnitt jedes Jahr gleich. Ein bis zwei Zentimeter über dem untersten Auge eines einjährigen Fruchttriebes schneidet die Schere diesen ab. So bleiben nach dem Schnitt der letztjährigen Tragrute lediglich ein bis zwei sichtbare Augen stehen, die sogenannten Zapfen. Aus den verbleibenden Augen wachsen schließlich ein bis zwei kräftige Fruchttriebe, die dann meist bis zwei große Fruchttrauben hervorbringen. Um zu gewährleisten, dass die Ruten und Früchte später genug Licht, Luft und Sonne und Wärme bekommen, sollte der Abstand zwischen den Zapfen auf einem Kordonarm etwa 20 Zentimeter betragen (entspricht eine Rebscherenlänge).


Setzt der Saftstrom ein, kann es sein, dass der Stock an der Schnittstelle kurz „blutet“. Das „Bluten“ schadet den Stöcken nicht. Vorhandene Pilzsporen könnten sogar weggeschwemmt werden. Schneiden Sie an Neumond, „blutet“ die Pflanze weniger als an Tagen um Vollmond. Schneiden Sie, wie auch bei anderen Gehölzen, nicht bei Temperaturen unter minus fünf Grad Celsius.

Keine Angst vor dem Rebschnitt!. Einzig wirklicher Fehler ist es, den Stock unterhalb der Veredlungsstelle zu schneiden. Es liegt in der Natur der Pflanze wieder auszutreiben und kräftig zu wachsen. Selbst ein alter, über Jahre ungeschnittener Rebstock kann durch einen starken Rückschnitt wieder vital und fruchtbar werden.

Eine üppige Traubenernte ist das Resultat eines starken Rebschnittes im Spüätwinter

 

 

 

 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakadem

Gehölze im Winter

Ein Garten im Winter ist keinesfalls leblos und unattraktiv. „Gerade Gehölze bieten einen besonderen Reiz in der kalten Jahreszeit“, versichern die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie. 

Rindenstrukturen, auffällige Knospenstrukturen sowie erste, manchmal unscheinbare Blüten werden in der laublosen Zeit besonders wahrgenommen.

Knospen und Rinde im Winter


Gehölze, die noch im Winter oder Frühling blühen, bilden nun immer dicker werdende Knospen. Bei manchen lässt sich die Blüte schon erahnen. Knospen sind keineswegs einheitlich. Bei genauerem Hinsehen besitzt oft jede Pflanzengattung eine andere typische Form und Eigenart: kugelig, länglich, spitz, klebrig, schuppig, pelzig. Eine Gehölzbestimmung erfolgt in der laub- und blütenlosen Zeit oft über die Knospen.

Fehlt das üppige Grün im Garten fallen farbige Rinden der Gehölze auf. Hier punkten verschiedene Hartriegel (Cornus alba ‘Spaethii‘ und ‘Sibirica‘, Cornus sanguinea ‘Winter Flame‘, Cornus stolonifera), die besonders an den einjährigen Trieben ihre Farbpracht in rot, orange oder hellgrün präsentieren. Strahlend weiße Rinde besitzt die Himalaya-Birke (Betula utilis) und wird damit zum Hingucker.

spitze Knospen der Waldrebe (Clematis)

Blüten im Winter

Bei milden Temperaturen und Sonne summt und brummt es oft schon im Januar und Februar. Einige Gehölze zeigen jetzt schon ihre Blüten und locken Insekten an. Hummeln und sogar Honigbienen besuchen die gelben Blüten von Kornelkirsche (Cornus mas), die weißen bis zartrosa farbenen Blüten der Winter- oder Schneekirsche (Prunus subhirtella’Autumnalis‘ und weißen Blüten der Winter-Duft-Heckenkirsche (Lonicera purpusii). Letztere riechen intensiv fruchtig und zitronig. Der recht kompakt wachsende Strauch besticht mit seiner üppigen Blütenfülle und dem betörenden Duft. Leider findet man ihn recht selten in den Gärten. Eine weitere Besonderheit ist die Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox), deren cremeweiße bis hellgelben Blüten ebenfalls duften.

zarte gelbe Blüten der Knornelkirsche erste Nahrung für Bienen

 

Beim Duftschneeball (Viburnum farreri) erscheinen die einzelnen Blüten der nur wenige Zentimeter langen Blütenrispen im Knospenzustand erst rosa und werden dann beim Aufblühen weiß. Leider sind die Blüten durch Nachtfröste gefährdet. Deshalb ist es sinnvoll, den Duftschneeball an einem geschützten Standort zu pflanzen. Farbintensiver und größer sind die Blüten des Winterschneeballs Viburnum bodnantense ‘Dawn‘. Seine Blüten vertragen Fröste besser.

rosa Blüten des Schneeballs Viburnum bodnantense

 

 

 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakadem

Letzte Zwiebelblumen pflanzen

Letzte Zwiebeln bereit zum Pflanzen

 

Wer auch jetzt noch frühlingsblühende Zwiebelblumen steckt, hat gute Chancen auf eine erfolgreiche Blüte im Frühjahr. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie geben Tipps zur Pflanzung und Pflege.

Mancher hatte noch keine Zeit Zwiebelblumen zu pflanzen oder sie wurden gekauft und sind jetzt „aufgetaucht“. Kurz vor Weihnachten liegen Restposten von Frühlingsblumenzwiebeln in Discountern, Baumärkten und Gartencentern als Sonderangebote in den Regalen.

Gute Zwiebelqualität bringt schöne Blüte

Kaufen Sie jetzt restliche Zwiebeln ein, so achten Sie darauf, wo sie lagern. An Geschäftseingängen neben einem warmen Gebläse vertrocknen sie. Sind die Zwiebeln bei frostigen Temperaturen draußen ohne Schutz, so gibt es keinen blütenreichen Frühlings durch den Wechsel zwischen Gefrieren und Auftauen.

Die Blumenzwiebeln müssen noch fest und dürfen nicht völlig vertrocknet sein. Kleine Triebspitzen oder weiße Wurzelansätze schaden nicht. Zwiebeln mit langen, brüchigen Wurzel- oder Triebauswüchsen oder gar schimmelige Zwiebeln sollten Sie nicht mehr pflanzen. Der Pilzbefall schädigt die Zwiebeln so stark, dass sie sicher nicht zum Blühen kommen.

Blühende Zwiebelnblumen im Frühjahr in Gefäßen

Ein Topf voller Blumenzwiebeln

Zur Wurzelbildung sind fünf bis acht Grad Bodentemperatur nötig, weshalb die Pflanzung im Garten nicht mehr günstig ist. Pflanzen Sie die Zwiebeln stattdessen in Töpfe mit mehr als 14 Zentimeter Durchmesser. Bei größeren Gefäßen hat sich eine Drainageschicht von wenigen Zentimetern mit Kies, Blähton oder anderem Material bewährt, bevor Sie eine Lage lockere und durchlässige Blumenerde hineinfüllen. Dicht an dicht stellen Sie nun die Zwiebeln hinein. Der Pflanzabstand kann sehr eng sein, lediglich die Wurzeln müssen genügend Raum haben. Für einen reichblühenden Frühling verwendet man die gleichen Arten oder Sorten, um elegante Harmonie zu zaubern. Verschiedene Zwiebelpflanzen bilden lustige und bunte Blumenbilder. Ein höheres Gefäß kann sogar mehrlagig mit Blumenzwiebeln belegt werden. Kleine Zwiebeln wie Krokusse, Traubenhyazinthen oder Schneeglöckchen kommen als letzte Pflanzen-Schicht bevor der Abschluss wieder mit Erde gemacht wird. Nun gießen Sie die Pflanzung an.

Blühende Zwiebelblumen eignen sich auch für Gefäße

Damit sich ausreichend Wurzeln bilden, benötigen die getopften Zwiebeln in den nächsten drei bis vier Wochen Temperaturen von acht bis etwa zehn Grad Celsius. Sollte es draußen zu kalt sein, eignen sich auch Stellplätze in der Garage, im Gartenhaus oder im Keller. Anschließend kommen die Gefäße auch bei kalten Temperaturen ins Freie. Eine mehrwöchige Kühlphase (um null Grad) fördert die Blütenbildung. Ein Platz im Kleingewächshaus eignet sich ebenso wie eine geschützte Stelle mit Winterschutz auf dem Balkon oder eingegraben in der Erde. Wenn die ersten Sonnenstrahlen vom Ende des Winters künden, kann das Austreiben bei etwa zehn Grad gefördert werden.


Mit einem Topf voller Blumenzwiebeln haben Sie das perfekte Weihnachtsgeschenk für Gartenliebhaber oder Balkonbesitzer. Liefern Sie dann jedoch die Pflegeanleitung mit. Aus einem Gefäß, das scheinbar nur mit Erde gefüllt ist, entwickeln sich blühende Frühlingsboten, die manchmal sogar noch Nahrung für die ersten Insekten bieten.

verschiedene rote Tülpenblüten selbe Farbe verschiedene Sorten

 

 

 

 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakadem

Barbarazweige – Blüten im Winter

Ursprüchliche Barbarazweige sind von Kirsche die ihre weißen Blüten an Weihnachten öffnen.

 

Barbarazweige im Advent haben eine lange Tradition. „Machen Sie sich und Ihrer Familie eine Freude und stellen Sie jetzt Zweige von Blütengehölzen in die Vase, dann können Sie am Heiligen Abend ein Blütenwunder erleben“, schwärmen die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie.

Bunte Blumen in der tristen Jahreszeit künden schon vom Frühling. Verschiedene Blütengehölze aus dem Garten eignen sich zum Vortreiben in der Wohnung.

Barbarazweige zum Blühen bringen

Frühe Kirschen Sorten öffnen ihre Blüten zuverläsig bis zum Heiligen Abend


Sind bestimmte Voraussetzungen gegeben erhält man schöne Blüten. Gehölze in der freien Natur benötigen eine winterliche Ruhephase, um wieder zu blühen. Am besten sind deshalb einige Frostnächte, bevor die Zweige für die Treiberei geschnitten werden. Sollte es noch nicht gefroren haben, kann eine Nacht in der Gefriertruhe helfen.

 

Schneiden Sie die Triebe der Gehölze schräg mit einem scharfen Messer an. So kann möglichst viel Wasser in den Leitungsbahnen aufgenommen werden. Das Vasenwasser sollte handwarm sein. Alle paar Tage wird es gewechselt und die Zweige neu angeschnitten. Zum Aufblühen sollen die Zweige warm und hell stehen. Ein Platz neben der Heizung oder dem Ofen ist jedoch zu warm und führt häufig zum Eintrocknen der Blütenknospen und Triebe.

Geeignete Gehölze für Barbarazweige

Steinobstzweige eignen sich für die Verwendung als Barbarazweige hier Pfirsich


Traditionell werden Triebe von Kirschen oder anderen Obstgehölzen sowie Forsythien verwendet. Besonders zuverlässig zu Weihnachten zeigen frühblühende Kirschensorten ihre weiße Blüte. Aber auch weitere winter- und frühlingsblühende Gehölze können Sie im Garten schneiden. Es eignen sich sowohl japanische Zierquitten, aber auch Zierformen von Pflaume und Kirsche. Besonders leicht lassen sich winterblühende Gehölze wie Winterschneeball, Zaubernuss und Winterjasmin antreiben, da diese auch draußen schon in wenigen Tagen oder Wochen blühen würden. Sehen Sie sich die Knospen am Trieb genau an. Während sich die dickeren Knospen zu Blüten öffnen, bilden die dünnen Blätter.


Wenn sowieso Schnittmaßnahmen anstehen, finden abgeschnittene Triebe einen wunderbaren Platz in der Wohnung. Sie können über den ganzen Winter Zweige schneiden, die in kurzer Zeit ein Blütenmeer zaubern.

Zier und Wildvormen von Kirsche und Pflaume zeigen ihre schönen Blüten

Der Ursprung der Barbarazweige ist eine Legende

Als sich die Heilige Barbara zum Christentum bekannte, widersetzte sie sich dem Willen ihres Vaters. Daraufhin ließ er sie zunächst in einen Turm sperren, um sie vom Christentum abzubringen. Später wurde sie in ein Gefängnis verlegt. Auf dem Weg dorthin verfing sich ein Kirschbaum-Zweig im Kleid der jungen Frau. Diesen stellte sie dann ihn ihren mit Wasser gefüllten Trinkbecher. Am Tag als sie zum Tode verurteilt wurde, erblühte der Zweig.

Der Namenstag der Heiligen Barbara wird in vielen Regionen traditionell am 4. Dezember begangen. Die geschnittenen Zweige sollen dann bis Heilig Abend erblühen. Die erscheinenden Blüten symbolisieren neues Leben in der dunklen Zeit und die Geburt Jesu.

Kornelkirschen blühen schon sehr bald im Jahr. Als Barbarazweig eignen sie sich deshalb besonders gut.

zart duftende rosa Blüten im Winter des Winterschneeballs Virbunum bodnantense Dawn

Winterjasmin blüht häufig schon in der Natur zur Weihnachtszeit

 

 

 

 

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Brigitte Goss, Bayerische Gartenakadem

Es ist Kressezeit